Bild: Maria di Leuca, Italien
Die letzte Nacht in Griechenland verbrachten wir in einer wunderschönen Bucht, Lakka bei der kleinen Insel Paxos. Nochmals Türkiswasser und wir ganz alleine. Die Stimmung war etwas wehmütig, haben wir doch in Griechenland wunderschöne Orte erkundet.
Wir konnten die 97 Meilen mit gutem Wind und zügig zurücklegen. In der Nacht um 22.00 Uhr half uns in Italien ein Marinero beim Anlegen. Unsere erste Tat in Italien war der Gang zur Gelateria! Sicura! Ein bisschen war es dann wie „nach Hause“ kommen. Wir mögen die Mentalität der Italiener sehr und Maria di Leuca war ein wunderschöner Ort. Im Winter ist die Stadt zwar ziemlich verschlafen, dafür trafen wir auf fast keine Touristen.
Wir segelten dann in ziemlich langen Schlägen von 50 bis sogar einmal 137 Meilen (27 Stunden) Richtung Sizilien. In Süditalien lernten wir weniger schöne Städte kennen. Meist sah man, dass die Menschen hier arm sind, viele verwahrloste Gebäude und nicht aufgeräumte Strassen: Cirò Marina, Le Castella.
Und dann waren wir bereits in Catania Sizilien. Eine riesige Stadt, auch mit vielen schmutzigen und verwahrlosten Quartieren. Der Hafen war jedoch tipptopp und wir erhielten kompetente Hilfe von Toni, der eigentlich Marinero ist und gleichzeitig im Hafen als Mechaniker arbeitet. Er konnte uns helfen die Impellerpumpe (äusserer Kühlkreis des Motors) wieder dicht zu kriegen. Immer wieder trat dort Wasser aus. Er machte uns sogar für wenig Geld einen Service an eben dieser Pumpe. In diese Marina werden wir im April zurückkehren, von wo aus wir dann mit den nächsten Gästen durch die Strasse von Messina segeln. Ein wunderbares Abenteuer war natürlich der Ätna. Kurz vorher hat er gespien, jetzt war er wieder ruhig. Gewaltig, einen rauchenden Berg aus der Nähe zu sehen. Ein bisschen Asche lag auf dem Deck, doch dies war nicht schlimm.
In Marina Ragusa trafen wir eine Schweizerfamilie, welche ebenfalls mit dem Boot unterwegs ist. Sie wohnen zu dritt mit einem bald einjährigen Jungen auf ihrem Boot. Nochmals eine ganz andere Herausforderung. Wir genossen die Zeit mit ihnen und assen ein Fondue!
In Licata, im Süden Siziliens durften wir an einem grossen Motorboot anlegen, welches dem Schwager eines ehemaligen Nachbars von Burgdorf gehört… Beziehungen machten es möglich : )
Jetzt sind wir auf dem Sprung Richtung Pantelleria, eine kleine Insel vor Tunesien, die jedoch noch zu Sizilien gehört. Dort werden wir ein- und ausklarieren können. Die Tunesische Flagge liegt bereit. Wir freuen uns auf das bevorstehende Abenteuer.
Lakka, Paxos, letzter Halt in Griechenland.



Überfahrt mit gutem Wind von Griechenland nach Italien, um 23.00 Uhr hat zum Glück noch eine Gelateria geöffnet.




Maria di Leuca, zu unterst im Absatz Italiens.



In langen Schlägen Richtung Sizilien. Es ist kalt! Doch fast jeden Tag sehen wir Delfine, einmal begleiten sie uns fast über eine Stunde lang.










Catania: Impellerpumpe (links) – bei Volvo Penta auf der Suche nach Ersatzteilen – die Fischer von Catania




Der Ausflug auf den Ätna.





Sizilien: Marina Ragusa und Licata, ein spezieller Platz, doch gut geschützt.
Auf der Fahrt nach Agrigente sehen wir sehr viel Land, das mit weissen Tunneln bedeckt ist. Daher müssen wohl die aussersaisonalen Gemüse kommen.
Die Tempel von Agrigente sind noch wunderbar erhalten.










P.S.: Auf unsere Lastminute-Meilentörn-Ausschreibung (siehe letzten Beitrag), hat sich jemand gemeldet, so werden wir zu dritt zurücksegeln auf Sizilien.

Liebe Olivia, lieber Matthias
Wir lesen Eure super Berichte immer mit viel Freude, aber auch mit etwas Wehmut. Allzugerne wären auch wir wieder auf dem Wasser, was aber nicht mehr möglich ist.
Wir wünschen Euch alles Gute auf den weiteren Törn.
René & Maryse
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