Dubrovnik – Korfu

Wir habens geschafft! Sind in Korfu angekommen: 399 sm (Seemeilen, sind 718 km), vorwiegend mit Wind und Segel zurückgelegt. Gerade die beiden letzten Etappen von Brindisi nach Otranto (Italien) und dann weiter auf Erikoussa (Griechenland, Insel nördlich von Korfu) waren anspruchsvoll. Wir hatten viel Wind, meist um die 25 Knoten mit Böen bis 7 und 8 Beaufort. Das ist dann, wenn die Wellen immer höher werden, man nicht mehr darüber hinweg den Horizont sieht und Gischt über das Schiff kommt. Diese beiden Schläge von Brindisi über Otranto nach Erikoussa mussten wir am Die machen, da vorher und nachher noch stärkerer Wind war oder Südwind, welcher genau von vorne gekommen wäre. Es hätte dann zeitlich nicht gereicht gegen einen Südwind, der genau von vorne kommt, aufzukreuzen. Somit nutzten wir das kurze Wetterfenster und sind erleichtert und glücklich hier in Korfu zu sein. Der Vorteil war, dass wir schnell waren und gerade die lange Etappe von 60 sm (108 km) in nur 10,5 h meisterten.

Das Schiff hat die hohen Strapazen mit Wind und Wellen gut durchgemacht und wir haben es nochmals besser kennengelernt. Gerade in hohen Wellen von der Seite, hat es sich gut vom Berg zum Tal, hoch und runter und umgekehrt, stabil gehalten.

Liebe Freunde, die uns viel geholfen haben bei der Ausrüstung von genug Strom mit Solarpanelen. Sie segelten eine Woche mit uns. Wir steuern verschiedene Buchten rund um Dubrovnik an. Diese kleinen Inseln werden Elaphiten genannt.

Freunde von Dubrovnik, erfahrene Segler, die uns viele wertvolle Tipps gaben.

Zu Beginn dieser Etappe hatten wir gleich mehrere Herausforderungen zu meistern. Bei der Genua riss hinten der Saum ab (Achterliek). Wir konnten das Segel in Dubrovnik dem Segelmacher bringen und er brachte es uns nach nur einem Tag wieder geflickt zurück. So mussten wir die nächste Etappe nicht verschieben oder umplanen. Danach klemmte die Vorrichtung, um das Segel aufzurollen (Furlex). Der Techniker hatte keine Zeit, wir hätten zwei Tage warten müssen. Am Steg jedoch bot sich Miro an, uns zu helfen. Er und Matthias nahmen die Rolle auseinander, lösten viele Schrauben… Sie konnten das Problem nicht lösen, bis am Schluss Miro per Zufall bemerkte, dass die Rolle nicht richtig montiert war. Zwei Schrauben waren nicht in den vorgesehenen Löchern festgeschraubt. Die Rolle funktionierte wieder einwandfrei! Gleich nach diesem Ereignis wollten wir den Wassertank mit frischem Wasser füllen. Die Anzeige reagierte nicht und mit Schrecken stellten wir fest, dass das Wasser nicht in den Tank, sondern in die vorderste Kammer des Schiffes lief, weil der Frischwasserschlauch abgerissen war! Ein Tag Arbeit folgte, mit herauspumpen und trocknen… Wir lernten auf unserer Reise sehr viele hilfsbereite Menschen kennen. Kaum ist man in einem Hafen, beginnt das Gespräch. Das waren deshalb in allem Mühsamen sehr positive Erfahrungen.

Die italienischen Städte: Vieste, Trani, Bari, Monopoli, Brindisi und Otranto.

Italien gefällt uns immer noch sehr gut, nicht nur die Gelatis und Pizzas, wir sind beeindruckt, wie schön und sauber die Städte Apuliens sind.

Seit Dubrovnik sind wir mit Gästen unterwegs. Es ist schön, miteinander zu segeln, ob in brenzligen Momenten oder in entspannten. In hohen Wellen, wo man ganz konzentriert ist und es still wird, aber auch in Gesprächen am Abend oder während ruhigen Stunden auf dem Meer, dies sind alles wertvolle Momente.

Ein Kommentar zu “Dubrovnik – Korfu

  1. Hallo ihr Lieben

    So schön, immer wieder die tollen Berichte zu lesen und die schönen Bilder anzuschauen. Bei Italien wurde es uns warm ums Herz, waren wir in jungen Jahren oft mit dem Zelt in Vieste.

    So kommen wir fast in Genuss die Reise auch mit zu erleben.

    Liebe Grüsse

    Eva & René

    Freundliche Grüsse

    René Sprecher

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